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Türkei

Einwohnerzahl (Weltrang): 70 712 000 (15)
Fläche (Weltrangplatz): 779 452 km² (36)
Hauptstadt: Ankara
Autokennzeichen: TR

Turkey - Turquie - Turquia

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Reiseberichte / Texte zu der Türkei

Land der Kulturen| Leben in Alanya

TÜRKEI - Land der Kulturen

Die Südägäische Küste

Zu meiner Schande muss ichgestehen, dass ich sehr unzureichende und auch falsche Kenntnisse von dem Landhatte als ich vor kurzem in die Türkei flog, und das obwohl ich vor längererZeit schon mal für 4 Tage in Istanbul war – Städtereisen sind immer interessant,sagen aber meist wenig aus über Land und Leute.

Ich musste mir erst wiedervergegenwärtigen, dass das Gebiet der heutigen Türkei jahrtausendelang Zentrumder Weltkulturen war, dass hier Griechentum und orientalische Kulturverschmolzen zu einer die gesamte damalige Welt umfassenden neuen Bildung, denHellenismus.

Auf den Pfaden Alexander desGrossen, auf denen der Apostel oder auf denen der Römer: In keinem Land gibt esso viel Spuren der Antike wie in der Türkei, wie mir der Kulturhistoriker Dr.Horst Schäfer-Schuchardt bestätigte. Überwältigend sind die zum Teilhervorragend restaurierten Stätten von – um nur einige zu nennen - Troja,Pergamon, Ephesos, Milet, Perge oder Heracleia. Fasziniert haben mich aber auchdie unzähligen kleinen Ruinen, auf die man allerorten trifft, und die zumgroßen Teil noch ihrer Auswertung harren.

Es war mir nicht bekanntgewesen, dass sich in dem Land ein den Alpen ähnliches Gebirge mit Höhen vondurchschnittlich 2500 - 3000 m über fast 600 km Länge erstreckt : dasTaurus-Massiv. Von fast allen Badeorten im Süden können Sie zu den – bis Maischneebedeckten - allgegenwärtigen Gipfeln hinaufschauen.

Es müsste ein unverdorbenesParadies für Bergwanderer sein, wohl aber mit wenig Infrastruktur.

Jetzt weiß ich auch, dass dietürkische Küche eine der besten und vielseitigsten der Welt ist. Seltenaußerhalb Asiens habe ich so vorzüglich gegessen wie in der Türkei. Selbst dieBuffets in den großen Hotels sind gut, aber köstlicher meist noch die Gerichte,die man zu verhältnismäßig niedrigen Preisen in den kleinen traditionellenRestaurants bekommt: Nirgendwo schmecken Aubergine, Spinat, Kürbis oder Tomateso herrlich wie hier, frisch zubereitet mit viel Gewürzen und Olivenöl, inungeahnten Variationen.

Doch zu den Stationen meinerReise:

Ausgangspunkt war Izmir, die lebendige Metropole an der Ägäischen Küste. Sehenswert ist die Altstadtmit ihrem Basar, das archäologische Museum und Izmir’s älteste – aus dem 17.Jahrhundert stammende - Kirche St. Polycarp. Von außen ist der Bau eherunscheinbar, aber innen von umso größerer Schönheit . Izmir, das alte Smyrna, heute Bischofssitz, ist die einzige überlebende Kirche dersieben Kleinasiatischen Kirchen, von denen die Offenbarung des Heiligen Johannesspricht. (Das Wort „Kirche“ bedeutet im biblischen Sinne eher Gemeinde alsGebäude).

Für den Urlauber interessant istdas nahe gelegene Cesme, ein nicht so stark überlaufener Ferienortmit netter Atmosphäre. Der Name bedeutet „Brunnen“ und kommt von den vielenThermalquellen auf der Halbinsel. Viele Hotels wie das Süzer Paradise Hotel(außerhalb, gute Surfbedingungen) oder das Sheraton Hotel (Badeabteilung unterdeutscher Leitung) haben eigene Heilquellen und bieten vielseitigeWellness-Therapien an. Die Strände und das Meer sind sauber, das Klima ist mildund im Sommer wesentlich angenehmer als das der Mittelmeer-Küste im Süden desLandes. Während der Saison verkehren einmal wöchentlich Autofähren zwischenCesme und Venedig, Ancona und Brindisi.

Circa 70 km südlich von Izmir,nahe der Stadt Selcuk, liegt Ephesos, dessen Besuchsich kein Besucher des Landes entgehen lassen sollte. Gegründet im 6. Jh. v.Chr. war Ephesos in der Zeit der Griechen und Römer eine glanzvolle Handels- undProvinzhauptstadt, sein Artemis-Tempel, eins der Sieben Weltwunder, derbedeutendste Wallfahrtsort Kleinasiens. Die zunehmende Versumpfung des Hafensbewirkte schließlich den Untergang der Stadt, die im 6. Jh. von den letztenEinwohnern verlassen wurde. Die unter österreichischer Leitung ausgegrabenenund restaurierten Ruinen stammen hauptsächlich aus dem 1. und 2. Jh. n. Chr.Herausragen das imposante Theater für 24 000 Zuschauer und die prachtvolleFassade der Celsus-Bibliothek, die selbst beim Laien Bewunderung hervorruft.

Auf einem nahen Hügel stehen die sehenswerten Reste der riesigen Johannes-Basilika, die Kaiser Justinian um550 über dem vermuteten Grab des gleichnamigen Evangelisten errichten ließ.Dieser soll zusammen mit Maria nach Ephesos geflohen sein, die hier sieben kmentfernt von der Ausgrabungsstätte in einem Haus inmitten von Fichtenwäldernihren Lebensabend verbrachte. Identifiziert und zur Wallfahrtsstätte ausgebautwurde das Haus nach detaillierten Beschreibungen der stigmatisierten deutschenNonne Anna Katharina Emmerich (1774-1824), der es in ihren Visionen erschienenwar.

Auf der Weiterfahrt lassen wirdie betriebsamen Ferienhochburgen Kusadasi und Didim (Apollo-Tempel!) aus und machen Halt am etwa 50 qm großen idyllischenBafa(Gölü)-See inmitten eines bergigen Naturschutzgebietes. Olivenbäumesäumen seine Ufer, im See liegen romantische kleine Inseln mit byzantinischenKlöstern und Kirchen. Herrliche Wanderungen erwarten den Naturliebhaber. Wer dieRuhe sucht ist hier richtig. Und die zentrale Lage ist ideal für Tagesausflügein die Berge, zu den antiken Stätten oder zu den Hafenstädten der Ägäis.Unterkunft bieten kleine Pensionen im Dorf Kapiriki oder der einsam gelegeneClub Natura Oliva.

Wer es lebhaft will sollte nach Bodrum gehen, das jährlich ein paar Hunderttausend Besucheranlockt. Die Strände der Halbinsel – die besten befinden sich an der südlichenKüste -sind ziemlich zugebaut, aber es soll auch noch ein paar ruhigere Eckengeben. Die eigentliche Attraktion aber ist die Stadt, deren weiße Häuser sich anden Hängen um den internationalen Yachthafen drängen. Überragt wird der Hafenvon dem mittelalterlichen Kastell St. Peter, von dem man herrliche Blicke aufdie Stadt und den Hafen hat. Beim Bau der Burg im 15. Jahrhundert verwendetendie Ritter des Johanniter-Ordens Materialien aus den Ruinen der monumentalenGrabstätte von König Mausolos (4.Jh.v.Chr.) , die ebenfalls zu den SiebenWeltwundern zählte. Die Burg beherbergt heute ein äußerst sehenswertes Museumfür Unterwasser-Archäologie mit Funden, deren älteste aus der Frühen Bronzezeitstammen.

Bodrum ist ein Magnet fürtürkische Künstler und Bohèmiens, und nicht nur bei den Touristen besondersbeliebt wegen seines internationalen Flairs, den exquisiten Restaurants, dem inder Türkei einzigartigen Nachtleben. Eine Stadt für Genießer.

Und Bodrum ist ein beliebterStartpunkt für Seereisen. Hier werden die traditionellen „Gulet “ gebaut, dieheute dazu dienen, acht bis zwölf Gästen die verborgenen Schönheiten der Türkischen Küste zu vermitteln. Diese sogenannte „Blaue Reise“, meisteinwöchig, kann bei jedem namhaften Reisebüro gebucht werden. Das Unternehmen„Radurlaub ZeitReisen“ bietet eine interessante Alternative : Das Inselhüpfen,eine Kombination von Badekreuzfahrt und Aktivurlaub, wobei die Erkundung zuLande auf dem Fahrrad erfolgt. In der Saison kann man von Bodrum auch mit der Fähre zur Halbinsel Datca fahren, und von dort weiter nach Marmaris, Fethiye, Kas und Antalya.

Marmaris, dieletzte Station unserer Reise entlang der südlichen Ägäis, hat den größten Hafen.Auch hier kann man Yachten chartern, mit oder ohne Mannschaft, die „Blaue Reise“antreten, oder einfach mit einer Fähre weiterreisen (Es gibt sogar eine Fährenach Rhodos). Das von Bergen umrahmte Städtchen hat sich trotz eleganter Hotelsund Restaurants noch etwas die Atmosphäre eines Fischerortes bewahrt.Empfehlenswert ist das nahe gelegene Icmeler, ein überschaubarerangenehmer Ferienort in einer geschützten Bucht; die Ausläufer der Bergeerstrecken sich bis zum Strand. Den Fotografen erwarten phantastischeSonnenaufgänge und landeinwärts - ein paar Minuten zu Fuß – ein Dorf mitmalerischen Impressionen.

Von Marmaris aus wartet noch dieMittelmeerküste mit grandiosen Landschaften und ihren zahllosen Stränden. Undauch die Schwarzmeerküste dürfte sehr vielversprechend sein mit vergleichsweisenoch wenigen Besuchern aus dem Ausland. Anatolien gibt es zu entdecken, dieNationalparks mit ihren Bergen, Seen und Wäldern Die Türkei ist zweimal so großwie Deutschland. Das türkische Tourismus-Ministeriums ist bemüht, das Land mehrals Ganzjahres-Ziel zu etablieren und es nicht nur als Bade-, sondern vermehrtauch als Natur- und Kultur-Erlebnis näher zu bringen. Allerdings mussten wirfeststellen, dass viele Fähren und Sammelbusse „Dolmus“ genannt, zum Teil erstab Mai in Betrieb gehen.

Es leicht ist, das Land aufeigene Faust zu bereisen, am bequemsten und schönsten mit dem Wagen. DieStrassen in den Küstenregionen sind gut, der Verkehr diszipliniert.Fernbuslinien verbinden die Städte in kurzem Zeittakt. Für kürzere Strecken undFahrten zu abgelegenen Orten benützt man den Minibus „Dolmus“, eine ArtSammeltaxi, das man überall anhalten kann. Erkenntlich ist es an einemgelb-schwarz-karierten Band; ein Schild an der Windschutzscheibe zeigt das Zielan. Für längere Fahrten mit einem normalen Taxi sind sehr günstige Preiseauszuhandeln. Hotels und/oder preiswerte Pensionen- oft sehr einfach, aber meistsauber – findet man in jedem Ort, manchmal mit Hilfe von Einheimischen, vondenen viele Deutsch oder Englisch sprechen. Bei Pauschalreisen sollte man daraufachten, dass die Hotels nicht zu sehr außerhalb liegen, was leider meist der Fall ist.

Wie immer Sie auch reisen: Umnur am Strand zu liegen ist die Türkei viel zu schade.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Rechteinhabers, © by Heiko Trurnit2004

Foto der Türkei - Hagia-Sophia in Istanbul
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Rechteinhabers, © by EQ Tours - Ökologische Reisen

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Letzte Bearbeitung: 15.9.2008 nach oben

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